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PKV: Tarifwechsel soll deutlich erleichtert werden

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In der Diskussion um die Private Krankenversicherung (PKV) haben die Anbieter bereits mehrfach Verbesserungen angekündigt – und setzen diese auch in die Tat um. Aktuell sollen Versicherte ab einem Alter von 54 Jahren auf die Möglichkeit des Tarifwechsels und günstigere Konditionen hingewiesen werden.

Mit diesem Vorstoß gegen die Privaten Krankenversicherungen deutlich über die Vorgaben des Gesetzgebers hinaus, der eine entsprechende Information erst ab dem 60. Lebensjahr vorsieht. Wie die FAZ berichtet, planen manche PKV -Anbieter sogar die Abwahl bestimmter Leistungen im Alter und damit die Reduzierung der Versicherungsprämien.

Festgelegt wird der neue Umgang mit den Versicherten in den Leitlinien des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV). Aktuell haben sich Versicherer mit einem Marktanteil von 82 Prozent zur Umsetzung bereit erklärt und dürften damit auch noch die letzten verbliebenen Unternehmen mitziehen. In Kraft treten soll die freiwillige Informationsverpflichtung spätestens ab 2016 wobei – je nach Versicherung – auch frühere Zeitpunkte denkbar sind.

Ebenfalls Teil des Leitfadens ist der Wunsch nach einer persönlichen und bedarfsgerechten Beratung, die „größtmögliche Objektivität und Transparenz“ an den Tag legt. Damit es sich hier nicht nur um Worthülsen handelt, soll die Umsetzung der neuen Leitlinien von externen Wirtschaftsprüfern begutachtet werden.

Es zeigt sich einmal mehr, dass der Markt der privaten Krankenversicherer in Bewegung ist und die Versicherer ihre „Hausaufgaben“ machen. Die jetzige Initiative ist auch deshalb zu begrüßen, weil bislang immer wieder selbst ernannte „Tarifoptimierer“ zum Wechsel in neue Verträge geraten und dabei lediglich den Preis im Auge hatten. Die Beratung durch die Versicherer ist sicherlich umfangreicher und auch seriöser.

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