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PKV: Tarifwechsel bei Beitragserhöhung möglich

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Gerade in diesem Jahr dürften infolge der Einführung des Unisex-Tarifs eine Reihe von Beitragsanpassungen bzw. -erhöhung in der PKV anstehen. Das ist einerseits ärgerlich, andererseits aber unvermeidlich.

Für Versicherte in der Privaten Krankenversicherung besteht jedoch stets die Möglichkeit eines Tarifwechsels. Seit 2008 wurden die Möglichkeiten deutlich vereinfacht und gemäß § 204 VVG muss die PKV auf einen günstigeren Tarif hinweisen.

Soweit die Theorie, denn in der Praxis bedeutet ein Tarifwechsel keineswegs immer eine Verbesserung. Wenn beispielsweise mehr oder zusätzliche Leistungen im neuen Tarif enthalten sind, wird eine erneute Gesundheitsprüfung fällig. Alternativ lassen sich die Mehrleistungen natürlich auch abwählen, was jedoch eine Verschlechterung der Leistung bedeutet.

Wer mit einem unabhängigen Versicherungsberater zusammenarbeitet, sollte zusätzlich auf der Hut sein. Bei einem Wechsel innerhalb der PKV erhält dieser keinerlei Provision. Die wird erst fällig, wenn sich ein Kunde für die Zusammenarbeit mit einem anderen Versicherungsunternehmen entscheidet. Und genau diese Entscheidung sollte auf keinen Fall kurzfristig getroffen werden.

Mit anderen Worten dürfte es meist die klügste Wahl sein, im einmal ausgewählten PKV -Tarif zu bleiben. Schließlich haben sich die Gründe, die seinerzeit zu einem Abschluss der Police geführt haben, vermutlich nicht geändert. Was zählt sind die Leistungen, die einwandfreie Schadensregulierung und die Beitragsstabilität. Und alle drei Aspekte werden durch eine einmalige Beitragsanpassung nicht in Frage gestellt.

Dass man als Kunde jedoch das Alternativ-Angebot seiner PKV gründlich durchlesen und ggf. einen Versicherungsberater hinzuziehen sollte, versteht sich ebenfalls von selbst.

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