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PKV: Tarife bleiben nahezu alle stabil

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Was wurde in der Vergangenheit nicht alles an Warnungen ausgegeben. Vor allem im Wahlkampf hieß es seitens der SPD, Grünen und Linke, dass die Kosten für die Private Krankenversicherung (PKV) explodieren und daher die Bürgerversicherung einzuführen sei.

Der Tagesspiegel veröffentlicht nun konkrete Zahlen und kommt zu dem Ergebnis, dass die PKV -Kosten „überraschend stabil“ ausfallen. Die klare Tendenz der Berichterstattung lässt sich auch daran ablesen, dass der Verfasser davon ausgeht, dass die PKV -Anbieter ihren Versicherten lediglich „eine finanzielle Atempause“ gönnen.

Wie es danach weitergeht, lässt sich allerdings nicht prognostizieren und so bleibt das Ergebnis, dass so gut wie keine Preiserhöhungen vorgenommen wurden. Im Gegenteil können sich sogar zehn Prozent der Versicherten über sinkenden Prämien freuen.

Die Gründe für die stabilen oder sogar sinkenden Preise sind nach Angaben der Versicherer sowohl günstige Schadensverläufe als auch gesunkene Ausgaben. Zahlreiche Versicherte haben mittlerweile eine kostensparende Eigenbeteiligung in ihren PKV -Vertrag eingebaut und reichen aus diesem Grund erst gar keine Rechung ein.

Dieser Trend zum Selbstbehalt wird auch von Lars Gatschke vom Bundesverband der Verbraucherzentrale diagnostiziert, der darin verdeckte Preiserhöhungen sieht. Die Verbraucherschützer sind zudem der Auffassung, dass die moderate Preispolitik mit der Einführung der Unisex-Tarife zu tun hat und die Tarife im Vorfeld „massiv überkalkuliert“ wurden.

Nichtsdestotrotz kommt auch das Analysehaus Morgen & Morgen (M&M) zu dem Ergebnis, dass die Vollversicherungstarife im Neugeschäft um nur 0,1 Prozent angepasst und 88 Prozent der Tarife überhaupt nicht angefasst wurden. Hier dann noch von einer „Kostenfalle“ zu sprechen, erscheint mehr als fragwürdig ….

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