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PKV-Studie: Verband kritisiert die Grünen

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Sind die Wartezeiten für Patienten aus der Privaten Krankenversicherung (PKV) und gesetzlich Versicherten tatsächlich so unterschiedlich? Dies legt zumindest eine Studie nahe, die von der Grünen-Politikerin Kordula Schulz-Asche veröffentlicht wurde. Der PKV-Verband äußerte nun erhebliche Kritik an der verwendeten Methodik.

Auf der Webseite PKV-Private-Krankenversicherung.net wird das Thema umfangreich diskutiert und wir erfahren, dass 370 Facharztpraxen in Hessen jeweils kurz hintereinander angerufen wurden. In einem Fall gab sich der Anrufer als Privatpatient aus, im anderen als Versicherter in der gesetzlichen Krankenkasse.

Das Ergebnis: im Schnitt müssen die GKV-Versicherten satte 27 Tage länger auf einen Termin warten als Versicherte in einer PKV. Die Wartezeiten betrugen durchschnittlich elf bzw. 38 Tage.

Problematisch aus Sicht des PKV -Verbands ist zum einen, dass die Studie im Widerspruch zu einer Reihe anderer Erhebungen steht. Darüber hinaus wurde im Rahmen des Anrufs in keiner Weise auf die Dringlichkeit hingewiesen. Mit anderen Worten wurde gegenüber der Facharztpraxis nicht ausgeführt, warum ein Termin benötigt wird, was jedoch ein erhebliches Kriterium darstellen kann.

Wann immer die Facharztpraxis nachfragte und eine konkrete Aussage erhielt, beschleunigte sich hierdurch die Wartezeit und glich sich dadurch der eines PKV -Versicherten an.

Des Weiteren existiert eine Studie der Kassenärztlichen Bundesvereinigung aus dem Jahr 2014, nach der 60 Prozent der Kassenpatienten bereits nach einer Woche einen Termin erhielten. Zudem wurde in einer älteren Studie der Betriebskrankenkassen Bayern belegt, dass die Differenz zwischen Kasse und PKV lediglich bei sechs Tagen Wartezeit liegt. Ob sich dies in wenigen Jahren so stark verändert hat, sei dahingestellt ….

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