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PKV -Studie: Pflegeversicherung mit stetig steigenden Beiträgen

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Braucht die Pflegeversicherung eine Kapitaldeckung? Diese Frage ist angesichts einer aktuellen Studie des Wissenschaftlichen Instituts der PKV (WIP) überaus berechtigt. So wird davon ausgegangen, dass der Beitrag zur Pflegeversicherung bis ins Jahr 2060 auf 5,5 Prozent ansteigt.

Bei „Gesundheitsstadt Berlin“ wird die Argumentation der PKV noch weiter ausgeführt. Offensichtlich zeigen sich eklatante Finanzierungslücken beim umlagefinanzierten Modell, was stetige Beitragssteigerung nach sich ziehen wird. Die prognostizierten 5,5 Prozent markieren dabei nur eine Zwischenstation und könnten durch weitere Steigerungen getoppt werden.

Der These entgegen steht die derzeit starke finanzielle Situation der umlagefinanzierten Pflegeversicherung. Allein aufgrund des demoskopischen Faktors werden künftig jedoch immer weniger Menschen einzahlen und immer mehr Menschen Leistungen beziehen. Die Umverteilung von jung zu alt führt zu einer Generationenungerechtigkeit, die sich durch Kapitaldeckung beheben ließe.

Nach Ansicht der PKV ist der bereits eingeführte Pflegevorsorgefonds bereits ein Schritt in die richtige Richtung. Es ist nur so, dass diese Maßnahme noch nicht ausreicht und weitere Schritte folgen müssten. Hinzu kommt, dass die Politik einen zu weitreichenden Zugriff auf die Gelder hat und diese daher jederzeit zweckentfremdet werden könnten.

Entsprechend wünschen sich die Privaten Krankenversicherer, dass ein Umdenken stattfindet und auch in Zukunft für finanzielle Sicherheit in der Pflegeversicherung gesorgt wird. Wie die Kapitaldeckung konkret umzusetzen ist, geht aus der Analyse jedoch leider nicht hervor und dürfte noch kontrovers diskutiert werden.

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