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PKV startet Werbekampagne für Beamte

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Es glich einem Paukenschlag, als die Hansestadt Hamburg Beamten die Auswahl zwischen einer gesetzlichen und der bis dato obligatorischen privaten Krankenversicherung (PKV) zugestand. Ab August stehen die „private Krankenversicherung plus individuelle Beihilfe“ oder eine Auszahlung eines Betrags in Höhe der Hälfte der Versicherungsbeiträge nebeneinander.

Der „Focus“ berichtet nun über diese vermeintliche „Einführung der Bürgerversicherung durch die Hintertür“, wie es Ärztepräsident Frank-Ulrich Montgomery formulierte und erwähnt in diesem Kontext die neue Internetseite „Beamte in der PKV“ des PKV-Verbands.

Hamburger Beamte können sich ungeachtet ihres Gesundheitszustands weiterhin in der PKV versichern und selbst bei Vorerkrankungen oder Behinderungen wird nicht abgelehnt. Des Weiteren weist der PKV -Verband richtigerweise darauf hin, dass das „Hamburger Modell“ nur in der Hansestadt gilt. Wer in ein anderes Bundesland wechselt, muss  möglicherweise die komplette gesetzliche Krankenversicherung aus eigener Hand bezahlen, da die Übernahme in dieser Form nur vom rot-grünen Hamburger Senat beschlossen wurde.

Als wie attraktiv die Offerte angesehen wird, zeigt sich dann ab August. Sollte das Hamburger Modell Schule machen, ist die PKV sicherlich in Gefahr. Andererseits ist aber auch möglich, dass Beamte weiterhin an der PKV festhalten, was den privaten Krankenversicherungen in der Argumentation gegen eine Bürgerversicherung zusätzliche Argumente verschaffen dürfte.

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