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PKV: SPD-Vorschlag zur Pflegereform in der Kritik

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Wie sieht die Zukunft der Pflegeversicherung aus? Diese Frage stellt sich immer wieder und wurde unlängst von der SPD beantwortet. Folgt man deren Chefin Andrea Nahles, so sollen Pflegebedürftige fortan nicht mehr an Kostensteigerungen beteiligt werden, sondern einzig und allein die Pflegeversicherer zur Kasse gebeten werden.

Was auf den ersten Blick wie ein bürgernaher und vernünftiger Vorschlag wirkt, wurde nun seitens des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV) kritisiert. Dessen Direktor Florian Reuther sieht in dem Konzept eine Verschärfung des Generationenkonflikts.

Folgt man der Argumentation des PKV -Verbands, so stelle die SPD durch ihren Vorschlag „einen ungedeckten Scheck zulasten der Kinder und Enkel aus„. Die sozialpolitische Gerechtigkeit wird nicht berücksichtigt, da die jüngere Generation durch steigende Beiträge belastet wird. Selbiges gilt auch für die Steuerzahler. Zudem — so das Versicherungsportal Pfefferminzia — würde von einer Deckelung der Kosten auch Gutverdiener und Wohlhabende profitieren, wozu keine Notwendigkeit bestünde.

Ein weiteres Problem liegt darin, dass die Sozialabgabenquote durch eine Umsetzung des SPD-Vorschlags dauerhaft bei mehr als 40 Prozent liegen dürfte, was die Attraktivität Deutschlands als Wirtschaftsstandort negativ beeinträchtigt. Interessant ist in diesem Kontext auch das Festhalten der SPD an der Bürgerversicherung, was auch unter der neuen PKV-Führung für Diskussionen sorgen dürfte.

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