Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

PKV: SPD kritisiert Prämienerhöhungen

| 1 Kommentar

Die Kritik an der privaten Krankenversicherung (PKV) geht in eine neue Runde. Wie so oft ist es auch dieses Mal die SPD, die sich empört. Stein des Anstosses ist die geplante Prämienerhöhung durch die DKV, mit denen der Versicherer auf die anhaltend niedrigen Zinsen reagiert.

Im „Handelsblatt“ wird das Thema umfangreich aufgegriffen und so heißt es seitens der Sozialdemokraten wieder einmal, dass das Geschäftsmodell der PKV „in Zukunft nicht tragfähig ist„. Das Zitat stammt von der gesundheitspolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion, Hilde Mattheis.

Tatsache ist, dass die Rücklagen der Privaten Krankenversicherungen in Relation deutlich höher ausfallen, als die der gesetzlichen Krankenkassen. Beitragserhöhungen betreffen stets nur einige Versicherte und sollen sich auch dieses Mal im einstelligen Prozentbereich bewegen. Zudem handelt es sich um einen Anbieter und nicht um die gesamte Branche, die im Großen und Ganzen stabile Tarife verspricht.

Erstaunlich ist, dass die SPD einerseits eine Bürgerversicherung fordert, andererseits aber nichts von der Idee eines Wechselfensters in die gesetzliche Versicherung hält. Dieses könnte für ein halbes Jahr geöffnet werden und denjenigen helfen, die ihre Beiträge nicht mehr bezahlen können. Dass auch ein Basistarif in der PKV existiert, wird im zitierten Artikel nicht erwähnt.

Seitens der Union wurde die Beitragserhöhung als verständlich bezeichnet. Der CDU ist das bewährte Zwei-Säulen-System „lieber als die Fata Morgana einer Bürgerversicherung„. Hinzu kommt, dass der Leistungsumfang nicht mit dem der gesetzlichen Krankenkassen zu vergleichen ist und jederzeit ein Wechsel zu einem anderen Anbieter möglich ist.

Zuguterletzt stehen sowohl die PKV als auch die Unabhängige Patientenberatung Deutschlands für eine kostenlose Tarifberatung zur Verfügung.

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.