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PKV- Solidartarife müssen nicht von der Honorarkomission berücksichtigt werden

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Die Sozialtarife in der Privaten Krankenversicherung (PKV) fallen nicht in das Ressort der Wissenschaftlichen Kommission für ein modernes Vergütungssystem. Das hat das Bundesgesundheitsministerium festgestellt und beruft sich dabei auf eine Frage des Gesundheitsexperten Dr. Achim Kessler (Linke).

Die Ärzte Zeitung greift das Thema auf und verweist darauf, dass im Rahmen der Antwort des Ministeriums lediglich auf die Sicherstellungspflicht hingewiesen wird. Fakt ist jedoch auch, dass es immer wieder zu Behandlungsverweigerungen durch Ärzte kommt, da die Sozialtarife schlichtweg nicht lohnenswert sind.

Folgt man der Dr. Kesslers Argumentation, so existieren eine Reihe von Vertragszahnärzten, die eine Behandlung von Versicherten im Sozialtarif nur dann ermöglichen, wenn hohe Eigenbeteiligungen gezahlt werden.

Das Problem besteht darin, dass die 35.000 Versicherten in den Sozialtarifen die geforderten Eigenbeteiligungen meist nicht aufbringen können. Entsprechend sehen die Linken eine Regulierungslücke, die im Rahmen der Reform der Vergütungssysteme weder angegangen, geschweige denn geschlossen werden soll.

Belastbare Zahlen über die Quote der zurückgewiesenen Patientinnen und Patienten existieren naturgemäß nicht. Das Bundesgesundheitsministerium weist in diesem Kontext darauf hin, dass sich stets ein Vertragsarzt oder -zahnarzt gefunden hätte, der die Behandlung durchgeführt hat. Die Frage, ob das ausreicht, um den Sozialtarif aus den Honorarverhandlungen auszunehmen, wird kontrovers betrachtet …

 

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