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PKV: so werden die Beiträge errechnet

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Dass sich die Beiträge in einer Privaten Krankenversicherung (PKV) anders errechnen als in der gesetzlichen Krankenversicherung dürfte allgemein bekannt sein. Viele Versicherte wissen hingegen nicht genau, wie die PKV genau vorgeht und wann und warum mit einer Beitragsanpassung zu rechnen ist.

Licht ins vermeintliche Dunkel bringt ein Artikel bei Procontra-online. Hier erfahren wir – ganz allgemein – das in der PKV das so genannte Äquivalenzprinzip, auch Individualprinzip  genannt, zur Anwendung gelangt, das im Gegensatz zum Solidarprinzip steht. Die Kalkulation geht dabei von einem fiktiven Kollektiv identischen Alters aus und berechnet die Beiträge so, dass die Ausgaben für Leistungen voll gedeckt sind.

Des Weiteren müssen infolge gesetzlicher Regelungen die niedrigen Zinsen auf einen Schlag einkalkuliert und dürfen nicht mehr über die Jahre verteilt werden. Die Zinsen sind jedoch nur einer von vielen Faktoren in der Beitragsfestlegung.

Relevant ist unter anderem das Eintrittsalter. Wer jung beginnt, spart Beiträge, da höhere Altersrückstellungen erfolgen können und zudem das Krankheitsrisiko in jungen Jahren nicht so hoch ist, wodurch die Beiträge gering bleiben. Auch ist wichtig, dass eine Private Krankenversicherung (PKV) dann abgeschlossen wird, wenn man noch zu 100 Prozent gesund ist. Anderenfalls droht die Ablehnung oder zumindest die Erhebung von Risikozuschlägen.

Wer zudem bereit ist, auf bestimmte Leistungen wie Sehhilfen, Naturheilverfahren oder Zahnersatz zu verzichten, kann die monatlichen Beiträge dadurch ebenfalls senken. In früheren Jahren spielte auch das Geschlecht noch eine Rolle, ist jedoch seit Einführung der Unisex-Tarife im Jahr 2014 nicht mehr relevant.

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