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PKV: so funktioniert das Schweizer Modell der Bürgerversicherung

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In der Diskussion um die Abschaffung der Privaten Krankenversicherung (PKV) und die Einführung einer Bürgerversicherung wird immer wieder das so genannte „Schweizer Modell“ erwähnt. Doch wie funktioniert das Gesundheitssystem der Eidgenossen genau? Und welche Nachteile existieren?

Der „Focus“ hat genau hingeschaut und stellt die Lösung auf den Prüfstand. Ein Fazit wird bereits im Vorfeld gegeben: „Wirklich billiger wird es dadurch aber nicht.“ Zudem wird deutlich, dass neben der Obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) auch eine Fülle an Zusatzversicherungen angeboten werden, die jedoch freiwillig sind.

Die Versicherungsprämie ist in der Schweiz nicht an die Höhe des Einkommens gekoppelt. Entsprechend lässt sich von einer so genannten „Kopfpauschale“ sprechen, was einen Unterschied zur von SPD, Grünen und Linken angestrebten Lösung darstellt. Hier sollten Gutverdiener mehr einzahlen müssen als Rentner oder Geringverdiener.

In der Schweiz existieren rund 60 Krankenkassen, bei denen die Versicherung obligatorisch ist. Es handelt sich dabei um Anbieter, die nicht gewinnorientiert arbeiten und eine staatliche Anerkennung benötigen. Kernpunkt des Schweizer Modells ist die Gleichbehandlung aller Kranken bzw. Versicherten, wobei der individuelle Gesundheitszustand keine Rolle spielt.

Übernommen werden sowohl die Kosten für das Stellen einer Diagnose als auch Behandlungen und Arzneimittel. Als Unfallversicherung fungiert die Schweizer Krankenkasse nur dann, wenn keine anderweitige Police vorliegt. Eines der Probleme besteht jedoch darin, dass Zahnarztbehandlungen nicht integriert werden und komplett aus eigener Tasche gezahlt werden müssen. Entsprechend ist hier eine Zusatzversicherung fällig, die jedoch überaus teuer ist.

Ebenfalls lässt sich die „Privatabteilung im Spital“ oder die „Behandlung durch Naturärzte“ eigens absichern.

Finanziert wird die Bürgerversicherung aus den Prämien, die nach Regionen gestaffelt sind, dem frei wählbaren Selbstbehalt und ggf. einer Beihilfe durch den Kanton.

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