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PKV: so funktionieren die Altersrückstellungen

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In der Debatte um die Private Krankenversicherung (PKV) spielen immer auch die Altersrückstellungen eine gewichtige Rolle. Dabei bemängeln Experten, dass das Thema oftmals unsachlich und falsch beleuchtet wird.

Aktuell präsentiert „Das Investment“ eine interessante Analyse von Gerd Güssler, Chef des Analysehauses KVpro.de. Untersucht wurde die Zuführungsquote von 36 PKV -Anbietern, wobei zwischen den Jahren 2011 und 2012 verglichen wurde. Es zeigt sich, dass die privaten Krankenversicherungen über ein Polster in Höhe von 181 Milliarden Euro verfügen, um die vermeintlich steigenden Krankheitskosten im Alter abzufedern.

Tatsache ist, dass ein Versicherter in der PKV stets mehr Geld an Prämien zahlt, als er an Krankheitskosten verursacht. Dieser Mehrbetrag geht allerdings nicht verloren, sondern wird gewinnbringend angelegt. Die Finanzierung einer privaten Krankenversicherung (PKV) erfolgt zu 100 Prozent durch die Versicherten, was das Modell deutlich von den gesetzlichen Krankenkassen unterscheidet.

Reichen die Rücklagen nicht aus, so müssten die Beiträge erhöht werden, während die GKV im Zweifel Steuergelder erhält. Für das Jahr 2014 sind beispielsweise 10,5 Milliarden Euro an Subventionen geplant, die durch die Steuer auch von PKV -Versicherten gezahlt werden.

Die PKV hingegen, führt einen Anteil zwischen 13,5 und 52 Prozent der Einnahmen direkt in die Altersrückstellungen und sichert auf diese Weise nachhaltig ab. Die Verzinsung wird mit 3,5 Prozent beziehungsweise 2,75 Prozent garantiert, der Überzins zu 90 Prozent den Versicherten gutgeschrieben. Eine vergleichbare Sicherung existiert in der gesetzlichen Krankenkasse nicht. Hier arbeitet man mit einem Verfahren, bei dem die Einnahmen direkt in die Gesundheitsausgaben fließen. Welche der Alternativen sicherer ist, kann jeder Interessent selbst beurteilen.

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