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PKV: Sind die Anbieter von Beihilfe im Vorteil?

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Krise? Von wegen. Mancherorts wird sogar ein „goldenes Zeitalter“ für die Private Krankenversicherung (PKV) prophezeit. Die Rede ist in diesem Fall allerdings nur von Anbieter, die sich in erster Linie auf die so genannten Beihilfe-Versicherten, also vor allem Beamte, spezialisiert haben.

Diskutiert wird dieses Thema unter anderem bei Cash Online. Mit Thomas Brahm, Personalvorstand der Debeka-Versicherungsgruppe, findet sich sogleich eine Gegenstimme, die keinen Vorteil für Versicherer mit der Hauptzielgruppe Beihilfeversicherte sieht. Ja, was denn nun?

Tatsache ist, dass viele Versicherte in den gesetzlichen Krankenkassen ab dem 1. Januar 2015 Zusatzbeiträge entsprechend ihres Einkommens zahlen müssen. Dank des gleichzeitig eingeräumten Sonderkündigungsrechts könnte die PKV ein gutes Geschäft mit Neukunden machen.

Besonders hohes Potenzial wird in diesem Kontext dem Beamtengeschäft zugesprochen. Der Vorteil der Tarife liegt darin, dass die Beitragsanpassungen absolut betrachtet deutlich moderater ausfallen als bei Selbstständigen oder Angestellten. Auf der anderen Seite werden aber die Konditionen für die Beihilfe immer wieder geändert, wodurch die Versicherungsbedingungen variieren und eventuelle Vorteile wieder ausgeglichen werden könnten.

Manche Experten sehen den Vorteil für die Beihilfeversicherungen lediglich darin, dass Beamte statistisch gesehen treuere PKV -Kunden sind und nicht so häufig die Versicherung wechseln. Es ist aber auch so, dass viele attraktive Tarife schlichtweg nicht bekannt sind und deutlich weniger verglichen wird, als dies Selbstständige oder Angestellte tun. Daraus einen Vorteil abzuleiten, ist Interpretationssache.

 

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