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PKV: Senkung der Versicherungspflichtgrenze gefordert

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Wieder einmal steht die Private Krankenversicherung (PKV) in der Diskussion. In diesem Fall geht es jedoch (ausnahmsweise) nicht um das Existenzrecht bzw. die Abschaffung dieser Versicherungsform, sondern um eine Senkung der Versicherungspflichtgrenze.

Eine entsprechende Forderung wird vom Vorsitzenden des PKV-Verbands, Uwe Laue, erhoben. Laut Medical Tribune soll der Richtwert nicht mehr bei 59.400 Euro sondern maximal bei 50.000 Euro liegen. Auf diese Weise wäre es mehr Menschen möglich, in die lukrativere PKV mit besseren Leistungen und meist geringeren Beiträgen zu wechseln.

Hinsichtlich der Rücklagen bzw. Altersrückstellungen liegt die PKV derzeit bei rund 250 Milliarden Euro, was ein Plus von rund zwölf Milliarden Euro bedeutet. Der Betrag würde ausreichen, um sämtliche Ausgaben für die neun Millionen Kranken- und Pflegeversicherungen über einen Zeitraum von neun Jahren zu bezahlen.

Beitragssteigerung sind dennoch nicht ausgeschlossen, was in erster Linie mit der Pflegereform des vormaligen Gesundheitsministers Hermann Gröhe zusammenhängt. Einmal mehr ist damit zu rechnen, dass die steigenden Beiträge, für die die PKV nachweislich nichts kann als Argument für die stetig geforderte Bürgerversicherung herangezogen wird.

Zuletzt wurde im Rahmen der Jahrestagung des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV) darauf hingewiesen, dass die Verhandlungen zur GOÄ-Reform gut vorangehen und die Zusammenarbeit mit dem Bundesgesundheitsministerium fruchtbar zu sein scheint. Es ist daher zu hoffen, dass dieses Thema noch in der laufenden Legislatur vom Tisch ist.

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