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PKV: Selbstbeteiligung kann problematisch werden

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Normalerweise ist die Selbstbeteiligung in der Privaten Krankenversicherung (PKV) ein probates Mittel, um die monatlichen Beiträge niedrig zu halten. Es existieren jedoch auch Konstellationen, in denen die Zahlung aus eigener Tasche problematisch sein kann.

Das Versicherungsjournal präsentiert hierzu ein konkretes Beispiel, bei dem eine Bezieherin von Leistungen aus dem ALG II gegen den Grundversicherungsträger geklagt hatte. Die 12. Kammer des Sozialgerichts Karlsruhe hat die Klage mit Urteil vom 10. Februar 2016 jedoch abgewiesen (S 12 AS 715/15), sodass die Klägerin auf den Kosten sitzenbleibt.

Die Klägerin war lange Zeit als selbstständige Buchhändlerin tätig, musste ihren Beruf jedoch aufgrund einer Krebserkrankung aufgeben. Während ihrer Berufstätigkeit hatte sie eine PKV mit einer Selbstbeteiligung in Höhe von 1.700 Euro abgeschlossen und gegenüber dem Grundsicherungsträger damit argumentiert, dass sie sich eine andere PKV nicht hätte leisten können.

Seitens des Amts wurde ein Zuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung gewährt, doch wird dieser nicht auf die Selbstbeteiligung ausgeweitet. Hintergrund ist die Möglichkeit, in den Basistarif zu wechseln, was die Versicherte jedoch ablehnt.

In der Urteilsbegründung wiesen die Richter darauf hin, dass eine Übernahme der Eigenbeteiligung faktisch eine Besserstellung der Antragsstellerin bedeuten würde. Schließlich müssen viele Bezieher von ALG II nach dem Wegfall ihrer Einkünfte in den Basistarif wechseln, was stets eine Alternative darstellt. Im Basistarif fällt die Selbstbeteiligung weg und die Kosten werden vollumfänglich durch den Grundversicherungsträger übernommen.

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