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PKV: Selbstbehalt nicht steuerlich absetzbar

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Um die steuerliche Absetzbarkeit einer Privaten Krankenversicherung (PKV) hat es unlängst eine viel beachtete rechtliche Auseinandersetzung gegeben. Es ging dabei um die Frage, ob der Selbstbehalt zu den Beiträgen hinzuaddiert werden kann oder nicht. Der Bundesfinanzhof (BFH) folgte dabei nicht der Argumentation des Klägers.

Die Ärzte Zeitung präsentiert das Thema und berichtet über einen Vater zweier Töchter, der eine PKV mit einem Selbstbehalt in Höhe von zusammenaddiert 3.960 Euro abgeschlossen hatte. Diese Summe wollte der Familienvater nun als Sonderausgaben geltend machen und gab diese als Beitrag zur Krankenversicherung an.

Die Argumentation, dass durch den Selbstbehalt lediglich Versicherungskosten gespart würden, hatte vor den Richtern am Bundesfinanzhof (BFH) in München entschied (Az.: X R 43/14) jedoch keinen Bestand. Vielmehr sahen diese einen rein „fiktiven Sachverhalt“ und damit keine Möglichkeit der steuerlichen Absetzbarkeit.

Ein Hintertürchen ließen die Richter jedoch offen. Wer im Rahmen der Eigenbeteiligung hohe Arzt- oder Medikamentenkosten hat, kann es über die „außergewöhnlichen Belastungen“ versuchen, die jedoch entsprechend der Steuergesetzgebung als „nicht zumutbar“ angesehen werden müssen. Die Grenze wird liegt –  je nach Anzahl der Kinder und Höhe des Einkommens – zwischen einem und sieben Prozent, d.h. in manchen Fällen kann bei einem EInkommen in Höhe von ca. 50.000 Euro auch schon eine Summe von 500 Euro ausreichen.

Genaues Nachprüfen kann sich in diesem Fall also lohnen….

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