Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

PKV: Schwerbehinderte können zurück in die gesetzlichen Kassen

| Keine Kommentare

Wer schwerbehindert ist, kann unter bestimmten Umständen von der Privaten Krankenversicherung (PKV) zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Ob sich ein solcher Wechsel lohnt, muss im Einzelfall nachgerechnet werden. Fakt ist jedoch, dass mehr als 85 Prozent der schweren Behinderungen in Deutschland aus einer Krankheit resultieren und die Quote der anerkannten Schwerbehinderungen deutschlandweit bei zehn Prozent liegt.

Der Versicherungsbote weist darauf hin, dass ein Antrag zur Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung spätestens drei Monate nach der Diagnose einer Behinderung entsprechend §151 SGB IX gestellt werden muss. Eine weitere Voraussetzung ist eine Behinderung von mindestens 50 Prozent.Zudem spielt das Alter des Versicherten eine Rolle: wo früher 54 die Grenze markierte, sehen die Satzungen der meisten gesetzlichen Krankenversicherer mittlerweile ein Alter von höchstens 49 oder gar nur 45 Jahren für einen möglichen Wechsel vor.

Die Frage, ob und in welcher Form gewechselt wird, lässt sich nicht pauschal beantworten. Fakt ist, dass einerseits Einnahmen durch Arbeit wegfallen, andererseits jedoch möglichst umfassende gesundheitliche Leistungen benötigt werden. Des Weiteren ist zu klären, ob nach dem Wechsel in die GKV die entstehende Versorgungslücke direkt durch Zusatzversicherungen ausgeglichen werden kann oder eine Gesundheitsprüfung verlangt wird.

Ein weiteres Problem kann der Verlust der Altersrückstellungen darstellen. Wird eine große Anwartschaft vereinbart, so lässt sich die Rückkehr in die PKV bzw. der erneute Wechsel problemlos meistern, sofern das eine Option darstellt.

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.