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PKV: Rückkehr in die gesetzliche Krankenkasse erschwert

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Wer in die Private Krankenversicherung (PKV) wechselt, hat meist gute Gründe. Ob kürzere Wartezeiten, niedrigere Tarife oder mehr Leistungen — Argumente zugunsten der PKV finden sich viele. Es ist allerdings auch darauf hinzuweisen, dass eine Rückkehr ins gesetzliche System nur schwer möglich ist.

Der Focus greift zu diesem Thema einen Fall vor dem Sozialgericht Düsseldorf (Az: S 8 KR 1061/12) auf, bei dem ein vormals privatversicherter Mann auf Rückkehr in die gesetzliche Krankenkasse geklagt hatte. Zuvor hatte die PKV den geschlossenen Vertrag wegen arglistiger Täuschung angefochten und dabei Recht bekommen.

Entsprechend versuchte der Mann nach seinem Wechsel in die PKV wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zu gelangen, wo er zuvor freiwillig versichert war. Als Begründung führte er an, dass nicht er, sondern der Versicherungsmakler die falschen Angaben in den Antrag geschrieben und damit die Täuschung vollzogen hätte.

Die Richter folgten jedoch der Argumentation der gesetzlichen Krankenkasse und sieht den Mann nachwievor dem System der PKV zugeordnet. Zuletzt habe schließlich eine private Krankenversicherung bestanden. Hinzu kommt, dass andere PKV eine Versicherung zum Basistarif anbieten müssen und dies nicht unter Verweis auf die vorherige Vertragsverletzung ablehnen dürfen.

Selbst schwerste Vertragsverletzungen (von denen in diesem Fall nicht die Rede ist) geben keiner PKV das Recht auf Verweigerung des Basistarifs, wodurch der Kläger vollauf abgesichert.

 

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