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PKV: Rückerstattungen müssen von den Sonderausgaben abgezogen werden

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Wer in einer Privaten Krankenversicherung (PKV) versichert ist, kann die gezahlten Beiträge im Rahmen der Sonderausgaben steuerlich geltend machen. Eine Einschränkung ist nun durch ein Urteil des Finanzgerichts Düsseldorf eingetreten. Unter dem Az. 1 K 2873/13 E gehen die Richter davon aus, dass Beitragsrückerstattungen in vollem Umfang angerechnet werden müssen

Dokumentiert wird das Urteil unter anderem im Versicherungsjournal. Inhalt des Urteils war, dass ein Versicherter auf die Rückerstattung von Kosten durch die Versicherung verzichtet hatte, um hierfür einen Beitragrückerstattung zu erhalten. Gegenüber dem Finanzamt wollte er die Mehrkosten geltend machen und wies darauf hin, dass schließlich die Rückerstattung auch von der Sonderausgaben abgezogen wurde.

Die Richter stellten fest, dass ein freiwilliger Verzicht nicht zu einem steuerlichen Vorteil führen dürfe. Mit anderen Worten wären die gezahlten Krankheitskosten normalerweise übernommen worden und können daher nicht zur Minderung der Steuerlast benutzt werden. Im juristischen Deutsch wird es so formuliert, dass nach dem § 10 Absatz 1 Nummer 3a EStG lediglich Beiträge zur Krankenversicherung übernommen werden. Eigene Ausgaben für Krankheiten sind jedoch das genaue Gegenteil und dienen gerade nicht der Erlangung eines Versicherungsschutzes.

Für Steuerzahler stellt sich daher künftig die Frage, ob es sich eher lohnt, auf eine Beitragsrückerstattung zu setzen oder ob besser der Weg über Steuerersparnis gewählt wird. Im Grunde genommen handelt es sich hier um eine einfache Rechenaufgabe, die stets individuell zu beantworten ist.

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