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PKV: Risikozuschlag bei Tarifwechsel rechtmäßig

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Wer innerhalb seiner Privaten Krankenversicherung (PKV) einen Tarifwechsel durchführt, muss eventuell mit Risikozuschlägen rechnen. Das entschied der Bundesgerichtshof und entschied damit zugunsten des Versicherers.

Im konkreten Rechtsstreit (Az.: IV ZR 70/15) über den auch Cash Online berichtet, ging es um den Wechsel in einen Tarif, der sich aus einer Grundprämie für das Basisrisiko und einen individuellen Risikozuschlag zusammensetzt. Zuvor hatte der wechselwillige PKV -Kunde einen Tarif mit einer pauschalen Prämie gewählt.

Problematisch war die Diagnose „Nierensteinzertrümmerung rechts“, die im alten Tarif bereits eingepreist wurde. Im neuen Tarif hatte der PKV -Anbieter den Risikozuschlag auf Basis der gemeldeten Vorerkrankung geltend gemacht, was zur Klage führte.

Grund für das Gerichtsurteil zugunsten der Versicherung ist die unterschiedliche Berechnung der beiden Tarife. Während im pauschal berechneten Tarif naturgemäß von einer Berücksichtigung der Vorerkrankung ausgegangen werden könnte, ist dies in einem zusammengesetzten Tarif nicht der Fall. Die Grundprämie gilt allerdings nur für den bereitgestellten Basistarif und hat nichts mit eventuellen Risikozuschlägen zu tun. Diese wurden rechtmäßig festgelegt und müssen daher entrichtet werden.

Für Versicherten bedeutet dieses Urteil auch, dass aus vermeintlich überhöhten Tarifen gewechselt werden darf. Andererseits ist es einem Versicherer – auch im Interesse der anderen Versicherten und der Konstanthaltung der Beiträge – stets erlaubt, die Prämien an den Gesundheitszustand und die entstehenden Risiken anzupassen.

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