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PKV: Rechnungszins darf abgesenkt werden

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Bevor ich die Überschrift formuliert habe, musste ich ein wenig zögern. Sollte ich „Rechnungszins muss abgesenkt werden“ schreiben? Das wäre ebenfalls verständlich, denn schließlich handelt es sich um eine Notwendigkeit, die aus dem anhaltend niedrigen Zinsniveau resultiert.

Die Bundesregierung hat auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion geantwortet und sieht die Senkung des so genannten Rechnungszinses als verständlich an. Selbiges wurde im Vorfeld auch schon den Lebensversicherungen ermöglicht.

Im Fall der Privaten Krankenversicherung (PKV) hatte die  Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV) eine Absenkung des Rechnungszinses von bislang 3,5 Prozent auf 2,75 Prozent empfohlen. Wohlgemerkt: die einzelnen Akteure in der PKV sind nicht für die niedrigen Zinsen verantwortlich und tragen mit dem Schritt nur dem veränderten finanziellen Umfeld Rechnung.

Und das kann zu Prämienerhöhung zwischen drei und sechs Prozent führen. Im Umkehrschluss steigen durch die höheren Beiträge auch wieder die Altersrückstellungen, wodurch die PKV auch für Versicherte ab dem 65. Lebensjahr beitragsstabil gehalten wird.

Überschriften à la „Ade, heile PKV-Welt„, wie sie Procontra-Online wählt, passen meines Erachtens nicht so recht auf die Situation. Immerhin wird hier aber exakt erklärt, was es mit dem Rechnungszins auf sich hat und wie dieser nach Einführung des AUZ-Verfahrens ermittelt wird.

Was sagt das aber für Versicherte? Leichte Tariferhöhungen mögen derzeit unumgänglich sein. Doch wer sich die Entwicklung der Krankenkassenbeiträge ansieht, wird sogar eine kontinuierliche Preissteigerung beobachten. Unter dem Strich zählt dann doch der Vergleich zwischen den Gesetzlichen und der PKV und hier schneiden die Privaten wohl auch mit etwas höheren Tarifen noch gut ab.

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