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PKV: Prozess gegen ehemaligen Versicherungsvermittler

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Es war sicherlich eines der schillernsten Unternehmen in der PKV-Branche, hat sich aber letztlich nicht als überlebensfähig erwiesen. Die Rede ist vom Versicherungsvermittler MEG des Unternehmens Mehmet Göker, das sich gerade im Insolvenzverfahren befindet.

Der Versicherungsbote greift den Fall noch einmal auf und berichtet darüber, dass Göker nun lediglich 200.000 Euro anstelle der von den Gläubigern geforderten vier Millionen Euro zahlen muss. Vorangegangen war die Erkenntnis, dass der per internationalem Haftbefehl gesuchte Unternehmer an seinem neuen Firmensitz im türkischen Kuşadası kaum belangt werden kann.

Der Fall Göker und MEG zeigt einmal mehr, wie wichtig eine gute und umfangreiche Beratung in der Privaten Krankenversicherung (PKV) ist. MEG basierte darauf, dass – meist ungeschulte – Vertriebsmitarbeiter die PKV-Policen via Telefon verkauften. In der Regel dauerte ein Beratungsgespräch gerade einmal 20 Minuten und schon war der schnelle Abschluss erreicht. Das Problem bestand nur darin, dass am Ende eine Stornorate von 90 Prozent stand und MEG im Jahr 2009 pleite ging.

Unabhängig davon, dass die Gläubiger vermutlich niemals an ihr Geld kommen, sollte man aus dem Fall MEG lernen. Wer sich für ein so komplexes Produkt wie eine PKV interessiert, ist am Besten in den Händen eines versierten und erfahrenen Versicherungsberaters aufgehoben. Termine sollten von Angesicht zu Angesicht und vor allem mit viel Zeit stattfinden. Dann klappt es auch mit der Versicherung und man braucht nicht im Nachhinein zu stornieren oder zu wechseln.

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