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PKV: Pflegezusatzversicherungen als Problemkind

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Die Verkaufszahlen für Pflegezusatzversicherungen gestalten sich keineswegs so erfolgreich, wie es seitens der Privaten Krankenversicherungen (PKV) geplant war. Bislang haben sich lediglich vier Prozent der Bevölkerung für eine entsprechende Police entschieden.

Diskutiert wurde das Thema im Kontext des 16. PKV-Forums in Köln und manche Experten sehen vor allem das negative Image des Produkts als Hindernis für stabilere Verkaufszahlen. Das ist umso erstaunlicher, als mittlerweile sogar eine staatliche Förderung existiert.

Bei Versicherungswirtschaft Heute wird das Thema umfangreich aufgegriffen und darauf hingewiesen, dass sich vor allem junge Menschen schwerlich vorstellen können, im hohen Alter zum Pflegefall zu werden. Im Gegensatz zu einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist das Risiko offensichtlich noch weniger greifbar und wird daher nicht eigens abgesichert. Problematisch ist dabei, dass einerseits mehr und mehr Pflegebedarf entsteht, andererseits gegenüber den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung eine Finanzierungs-Lücke entsteht.

Die Schwierigkeiten im Vertrieb entstehen nach Ansicht von Manfred Bauer, Vorstand der MLP AG, durch „eine doppelte Verdrängung„. Gemeint ist damit, dass sowohl die Versicherungsvertreter als auch die Kunden ungern auf das Thema zu sprechen kommen. Erfahrungen zeigen jedoch, dass bei offenem Ansprechen des Pflegerisikos durchaus Gesprächsbereitschaft besteht.

Diese ist auch notwendig, um das Wissen über die private Pflegezusatzversicherung zu verbessern, das nachwievor rudimentär ist. Mit anderen Worten: das Potenzial ist vorhanden, muss jedoch besser geweckt werden.

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