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PKV: Pflege-Bahr wird weniger nachgefragt

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Mit dem Pflege-Bahr hat der damalige Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) gewissermaßen ein politisches Vermächtnis hinterlassen. Es dabei um die staatliche Bezuschussung privater Pflegezusatzversicherungen, die sich zunächst großer Beliebtheit erfreute. Mittlerweile lässt die Nachfrage jedoch deutlich nach.

Hierüber berichtet unter anderem der Arbeitskreis Krankenversicherungen und präsentiert konkrete Zahlen. Vier Jahre nach Einführung des Pflege-Bahrs existieren bundesweit rund 777.000 Policen. Die Zahlen stammen aus dem Rechenschaftsbericht des PKV-Verbands und beziehen sich auf 2016. Die Zuwächse betrugen zuletzt rund 16,6 Prozent und haben damit erneut abgenommen.

Im Jahr 2015 hatte sich die Zahl der abgeschlossenen Verträge noch um ein Viertel bzw. 25 Prozent erhöht und 2014 waren es sogar 50 Prozent. Gemessen an den seinerzeit geäußerten Erwartungen, bleibt der Pflege-Bahr auch (oder gerade) im vierten Jahr stark zurück.

Einer der Gründe hierfür könnte auch sein, dass das Produkt nur von einigen wenigen Anbietern aktiv beworben wird. Wirft man einen Blick auf die Gesellschaften, die den Pflege-Bahr verkaufen, so vereinen die ersten vier Unternehmen einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent. Es sind dies die Debeka, die Union Krankenversicherung, R+V sowie die Bayerische Beamtenkrankenkasse.

Man darf gespannt sein, ob sich die Resonanz noch weiter entwickelt oder ob das Produkt mittelfristig einfach einschläft ….

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