Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

PKV: Patienten müssen Arztrechnungen genau prüfen

| 2 Kommentare

Wer eine Private Krankenversicherung (PKV) abgeschlossen hat, profitiert von meist deutlich umfangreicheren Leistungen. Es bestehen allerdings auch gewisse Mitwirkungspflichten. Das geht aus einem aktuellen Urteil des Amtsgerichts München hervor, das die Überprüfung von Arztrechnungen durch die Patienten vorsieht.

Das Portal „pkv-private-krankenversicherung.net“ dokumentiert den vorangegangenen Rechtsstreit, der unter dem AZ 282 C 28161/12 verhandelt wurde. Zuvor hatte ein Versicherer die Kosten für eine nicht vorgenommene aber abgerechnete Untersuchung von der Patientin zurückgefordert. Diese hatte bei ihrem Arzt zwar eine Akupunktur erhalten, nicht aber die Infiltrationsbehandlung im Rahmen einer Bioresonanztherapie.

Die Versicherte legte Widerspruch ein und machte ihr mangelndes medizinisches Wissen geltend. Die Richterin sah jedoch eine nebenvertragliche Pflicht zum genauen Hinsehen und Nachfragen. Das Übersehen eines solchen Details in der Rechnung deutet nach Ansicht des Gerichts auf Fahrlässigkeit hin.

Hinzu kommt, dass eine PKV keine Möglichkeit der Überprüfung einer Therapie hat. Entsprechend sind die Versicherer auf die Angaben ihrer Versicherten und die Richtigkeit der eingereichten Rechnungen angewiesen. Schon kleinste Ungereimtheiten sollten umgehend gemeldet werden, da sonst eine Kostenübernahme aus eigener Tasche drohen.

In der Praxis dürfte das Risiko jedoch geringer ausfallen und die Schadensregulierung meist großzügig übernommen werden. Es liegt jedoch auch im Interesse der Versicherten, dass Ärzte korrekt abrechnen und nicht dafür sorgen, dass die finanzielle Situation der PKV unnötig geschwächt wird.

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.