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PKV: nur geringer Prozentsatz der Versicherten im Sozialtarif

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Auch Ende 2018 ist die Debatte um die Zukunft der Privaten Krankenversicherung (PKV) in weiten Teilen von Emotionen geprägt. Ein Beispiel sind die Berichte über die Sozialtarife, mit denen ausgesagt werden soll, dass steigende Beiträge nicht mehr gestemmt werden können.

Wie es in einer Pressemitteilung heißt, sind allerdings derzeit „nur“ 185.000 Versicherten in diesen Sozialtarifen untergebracht und genießen in diesem Kontext selbstverständlich einen vollumfänglichen Versicherungsschutz. Bedenkt man, dass knapp 8,7 Millionen Menschen in einer PKV sind, so ergibt ein Prozentsatz in Höhe von rund zwei Prozent.

Wohlgemerkt: das ist immer noch zu viel, reicht jedoch nicht aus, um einen Abgesang auf die PKV anzustimmen. Zu bedenken ist zudem, dass in der gesetzlichen Krankenversicherung derzeit ungezahlte Beiträge in Höhe von mehr als sieben Milliarden Euro verbucht werden.

Hinsichtlich der Beiträge sowie der Beitragserhöhungen ist die PKV ebenfalls günstiger als die gesetzlichen Krankenkassen. Letztere werden Jahr für Jahr noch durch Bundesmittel bezuschusst, sodass bei Vorhandensein eines freien Wettbewerbs noch höhere durchschnittliche Beiträge zu erwarten wären.

Ein weiterer Aspekt sind die Altersrückstellungen, die in der PKV dafür sorgen, dass die demografische Entwicklung und „Überalterung“ abgemildert wird. Die gesetzlichen Kassen kennen einen entsprechenden Mechanismus nicht, was letztlich zu stetigen Beitragserhöhungen führen muss.

Zuletzt besteht in der PKV bei zu hohen Beiträgen immer die Möglichkeit eines Tarifwechsels gemäß § 204 VVG, was die gesetzlichen Kassen naturgemäß auch nicht bieten können.

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