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PKV: noch keine elektronische Gesundheitskarte mit Lichtbild in Sicht

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In der gesetzlichen Krankenkasse gilt sie als eine der Neuerungen des Jahres 2014, in der Privaten Krankenversicherung (PKV) lässt man sich hingegen noch Zeit. Die Rede ist von der elektronischen Gesundheitskarte mit Lichtbild.

Der Gedanke hinter den neuen Gesundheitskarten stammt bereits aus dem Jahr 2003, wurde aber erst ein gutes Jahrzehnt später in die Tat umgesetzt. Wie „Arbeitskreis Krankenversicherungen“ berichtet, soll neben einer höheren Fälschungssicherheit auch die Gültigkeit in ganz Europa zu den Neuerungen gehören.

Und die Private Krankenversicherung (PKV)? Hier ergibt sich ein uneinheitliches Bild. Manche Versicherer haben eine ähnliche Chipkarten schon lange eingeführt und speichern dort sowohl die Stammdaten als auch die versicherten Tarifleistungen. Da jedoch in der PKV kein einheitliches gesetzliches System existiert, finden sich ebenso Unternehmen, die ganz auf Karten verzichten oder diese nur ohne Lichtbild ausgeben.

Hintergrund ist die meist fehlende direkte Abrechnung zwischen Arzt und PKV. Aus diesem Grund ist eine exakte Erfassung der Daten nicht zwingend erforderlich und der Arzt braucht lediglich gegenüber dem Patienten seine Ansprüche geltend zu machen. Dieser wiederum wendet sich an seine Private Krankenversicherung und reicht die entsprechenden Belege ein.

Es zeigt sich also, dass der Faktor Transparenz im privaten Sektor auch ohne technische Hilfsmittel Einzug gehalten hat. Inwieweit sich vermeintliche Privatpatienten in Arztpraxen Leistungen erschleichen und eventuelle unter falschem Namen auftreten, ist allerdings nicht bekannt. Würde es sich hierbei aber über ein flächendeckendes Phänomen handeln, wäre die Forderung nach einem Kartensystem in der PKV bestimmt schon laut geworden.

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