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PKV: neuer Vorschlag der FDP

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Wieder einmal kommt Schwung in die Debatte um die Zukunft der Privaten Krankenversicherung (PKV). Nachdem seitens der Grünen und der SPD die altbekannten Forderungen nach einer Bürgerversicherung vorgelegt werden, hat die FDP eine gänzlich andere Vorstellung.

Wie die Ärzte Zeitung berichtet, schlagen die Liberalen, die derzeit nicht im Deutschen Bundestag vertreten sind, eine Öffnung der PKV für alle Bürgerinnen und Bürger vor. Demnach soll es durchweg möglich sein, zwischen der gesetzlichen Krankenkasse und einem privaten Anbieter zu wählen — und das unabhängig vom Einkommen.

Im Programmentwurf für die bevorstehende Bundestagswahl spricht die FDP von einer starken PKV und einer freiheitlichen GKV, möchte dabei jedoch beide Systeme reformieren. Dies beinhaltet unter anderem eine grundlegende Verpflichtung, die Patienten in der PKV stets im Basistarif zu versichern und niemanden mehr abzuweisen. Auch soll der Gesundheitsfonds überprüft werden und ein manipulationssicherer morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich geschaffen werden. Was jedoch offen bleibt, ist die Frage, ob sich dieser Strukturausgleich nur auf gesetzliche Krankenkasse oder auf beide Systeme bezieht.

In der GKV wünscht sich die FDP einen Wettbewerb, der Effizienz und Innovationen steigert. Dies soll auch durch größere Handlungsspielräume in der Vertragsgestaltung erreicht werden und auch eine höhere Versorgungsqualität in Integrations- oder Selektivverträgen steht auf dem Wunschzettel der Liberalen.

Kurz gesagt: mehr „Selbstmanagement“ wie es explizit heißt und dabei ein verbessertes Informationsangebot. Ob sich dieses Konzept jedoch durchsetzt, mag bezweifelt werden. Beschlossen wird das Programm voraussichtlich auf dem Bundesparteitag Ende April.

 

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