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Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Urteil: PKV muss Kosten für eine LASIK-Operation übernehmen

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Ein Gerichtsurteil hat ergeben, dass eine Private Krankenversicherung (PKV) die Kosten für eine LASIK-Operation übernehmen muss. Das berichten die Aecurea PKV News, nennen dabei jedoch nicht den Namen der beklagten Versicherungsgesellschaft.

Im konkreten Fall ging es um eine Schadensregulierung in Höhe von 4.600 Euro. Ein selbstständig tätiger Physiotherapeut litt unter starker Weitsichtigkeit und konnte weder eine Brille noch Kontaktlinsen tragen.

Die Kontaktlinsen versursachten bei dem Versicherten starke Kopfschmerzen und das Tragen einer Brille führte zu einem Nasenekzem. In der Folge entschied sich der Physiotherapeut für die kostenintensive Lasik-OP, bei der die Weitsichtigkeit durch den Einsatz eines Lasers behandelt wird.

Die PKV wollte zunächst die Schadensregulierung verweigern und verwies auf einen Mangel an medizinischer Notwendigkeit. Nachdem es zu einem Rechtsstreit kam, entschieden die Richter zugunsten des Versicherten.

Ich habe das Thema noch ein wenig gründlicher angesehen und komme zu unterschiedlichen Aussagen. Laut Online-PKV ist die Lasik umstritten und wird nur von manchen PKV -Anbietern anstandslos bezahlt. Ein höchstrichterliches Urteil, das in diesem Bereich Klarheit schaffen könnte, steht derzeit noch aus.

Wer sich mit dem Gedanken an eine solche OP herumträgt, sollte im Vorfeld genau mit seiner Privaten Krankenversicherung bzw. mit dem Versicherungsberater sprechen. Ehe es zu einem Rechtsstreit kommt, erscheint eine vorherige Einigung und Erläuterung der Situation deutlich sinnvoller. Manche Versicherungen definieren die Lasik allerdings eindeutig in ihren Ausschlüssen, sodass hier auch kein Verhandeln nutzt.

Das Urteil vom LG Frankfurt Oder, 6 a S 198/11 vom 02. 10. 2012 findet sich übrigens im Wortlaut im Internet.

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