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PKV: muss Klausel beim Krankentagegeld gestrichen werden?

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Die Klage des Fußballprofis Holger Badstuber könnte Erfolg haben. Es geht darin um eine Klausel in einem alten PKV -Vertrag, die offenbar nicht mehr wirksam ist bzw. als veraltet angesehen werden kann. Konkret ist der Ausschluss von Auslandstagen gemeint.

Der Versicherungsbote wird ein wenig genauer und weist zunächst darauf hin, dass der ehemalige Nationalspieler allein in den vergangenen fünf Jahren 650 Tage verletzt war und es ihm nicht gelang, auf das frühere Leistungsniveau zurückzukehren. Badstuber galt als enormes Talent und ist derzeit „nur“ Einwechselspieler in der zweiten Liga.Es gelingt ihm jedoch offenbar, eine Klausel in vielen PKV -Verträgen zu Fall zu bringen, die aussagt, dass Tage im Ausland nicht vom Krankentagegeldschutz abgedeckt sind. Bei Badstuber handelt es sich um 28.575 Euro für 27 Tage, die der Profi seinerzeit beim FC Bayern ausfiel und in denen er unter anderem über Silvester im Urlaub war.

Laut dessen Rechtsanwalt ist die Klausel eine grobe Benachteiligung, wenngleich natürlich eine formaljuristische Richtigkeit gegeben ist. Eingesetzt wurde der Passus in den Verträge aber in den 1980er Jahren und somit in einer Zeit, in der die Erreichbarkeit im Ausland noch nicht in der heutigen Form gegeben war. Anders formuliert, braucht im Zeitalter von Smartphone und Internet ein entsprechendes Konstrukt nicht mehr aufrecht erhalten zu werden und ist schlichtweg veraltet. Ziel ist die Durchführung einer Untersuchung innerhalb von drei Tagen, sofern die PKV Zweifel am Fortbestand einer Verletzung hat und das ist problemlos möglich.

Natürlich geht es bei dem Fall nicht nur um den Fußballprofi Badstuber, sondern um eine Fülle an Versicherten in vergleichbarer Situation. Als Beispiel wird die Sekretärin mit Gips an der Hand genannt, die ihre Mutter in der Schweiz besucht.

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