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PKV mit deutlich höheren Ausgaben für Medikamente

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In der Privaten Krankenversicherung (PKV) steigen derzeit die Ausgaben für Medikamente. Ein Blick auf Statistiken offenbart, dass das Budget hierfür zwischen 2007 und 2016 von 2,047 Milliarden Euro auf 2,973 Milliarden Euro angestiegen ist, was satte 45 Prozent ausmacht. Die Zahlen stammen vom PKV Verband.

Wie der Versicherungsbote berichtet, hat das Ausgabenplus in Sachen Medikamente nichts mit der gestiegenen Zahl an Versicherten zu tun. In derselben Zeitspanne wurden hier nur 2,57 Prozent erzielt bzw. von 8,55 Millionen auf 8,77 Millionen Privatversicherte gesteigert.

Hintergrund ist vielmehr eine allgemeine Preissteigerung in der Pharmabranche, die auch die gesetzlichen Krankenkassen trifft. Hier wird nach Daten des Bundesgesundheitsministeriums im Vergleich zwischen 2007 und 2016 um 33,7 Prozent tiefer in die Tasche gegriffen.

Das Hauptproblem besteht darin, dass Medikamente mit Patentschutz deutlich teurer ausfallen. Zwischen 2008 und 2017 ist der Preis hierfür um das Vierfache angestiegen und liegt im Schnitt bei 4.457,63 Euro gegenüber 981,54 Euro.

Leider existieren keinerlei Zahlen darüber, ob es insbesonde die neuen und somit noch patentgeschützten Medikamente sind, die die Ausgaben für die PKV in die Höhe treiben. Diese Hypothese würde durchaus Sinn machen, da seitens der privaten Krankenversicherungen oftmals darauf hingewiesen wird, dass die Versicherten stets die neuesten Medikamente erhalten.

Ein weiterer Grund für die Preissteigerungen könnte aber auch die mangelnde Verhandlungsmacht der PKV gegenüber den Pharmakonzernen sein. Hier befinden sich die Krankenkassen meist in einer stärkeren Position, die sich auch in Rahmenvereinbarungen widerspiegelt.

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