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PKV: lassen sich Altersrückstellungen bald mitnehmen?

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Die Privaten Krankenversicherungen (PKV) haben derzeit ein „Riesenproblem„. Das ist zumindest die Meinung mancher Experten, die dabei die fehlende Portabilität der Altersrückstellungen meinen. Selbst die CDU fordert hier Verbesserungen.

In der Ärzte Zeitung wird hierzu auf den CDU-Gesundheitspolitiker Michael Hennrich Bezug genommen, der auf der Wissenschaftstagung des Bundes der Versicherten (BdV) deutliche Bewegungen der Branche angemahnt hat. Ein Dorn im Auge ist vor allem die faktisch lebenslange Bindung an ein- und denselben Anbieter.

Seitens der Privaten Krankenversicherungen (PKV) wurde es nach Angaben des Gesundheitsexperten stets so dargestellt, als sei die Mitnahme der Altersrückstellungen nicht möglich. Es zeigt sich jedoch, dass dies bei den Verträgen, die ab 2009 abgeschlossen wurden, teilweise möglich ist.

Die PKV geht jedoch davon aus, dass eine flächendeckende Portabilität mit erheblichen Beitragssteigerungen einhergehen würde. Selbiges gilt auch für den Fall, dass bestehende Verträge die Möglichkeit erhalten. Zudem stellt sich die Frage, ob eine rückwirkende Einführung, wie mancherorts gefordert, juristisch darstellbar ist und nicht eine Klagewelle nach sich zieht.

Versicherungsmathematiker haben offensichtlich schon eine Reihe an Modellen entwickelt, die allerdings bislang noch nicht in die Praxis übernommen wurden. Vielleicht lassen sich die PKV bis zum Bundestagswahlkampf Zeit, um durch diesen Schritt weiter an Attraktivität zu gewinnen und ihr Image zu verbessern. Sofern die Portabilität überhaupt realisierbar ist.

 

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