Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

PKV: Kurzarbeit hat keine nachteiligen Auswirkungen

| Keine Kommentare

Wer, beispielsweise aufgrund von Corona, Kurzarbeit leisten muss, braucht hinsichtlich des Versicherungsschutzes in der Privaten Krankenversicherung (PKV) keine Sorge zu haben. Auch, wenn das Einkommen kurzzeitig unterhalb die Beitragsbemessungsgrenze  bzw. Jahresarbeitsentgeltgrenze fällt, besteht keine Verpflichtung zum Unterkommen in einer gesetzlichen Krankenkasse.

Der Trierische Volksfreund hat dieses Thema aufgegriffen und liefert einen umfassenden Überblick. Dort erfahren wir auch, dass Kurzarbeit immer befristet sein muss, um einen Verbleib in der PKV zu sichern und der Arbeitgeber grundsätzlich immer zur Bezuschussung der Kranken- und Pflegeversicherungskosten verpflichtet ist.Problematisch kann es dann werden, wenn die Kurzarbeit länger als drei Monate anhält. Die Situation muss dann innerhalb des Unternehmens erörtert werden, wobei es in erster Linie auf die Befristung ankommt. Ein unbefristetes Setzen auf Kurzarbeit käme einer Änderung der Arbeitssituation gleich und würde bei Unterschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze auch zu einem Wegfall der Berechtigung auf eine private Krankenversicherung führen.

Ebenfalls darf es sich bei der Kurzarbeit nicht um eine Maßnahme entsprechend §§ 110, 111 und 111a SGB III handeln. Gemeint ist das Transferkurzarbeitergeld, das nur dann gezahlt wird, wenn sich die Situation innerhalb des Unternehmens grundsätzlich ändert und Entlassungen drohen. Allein der ungewisse Verdienst des Arbeitnehmers sorgt bereits dafür, dass Versicherungspflicht in der GKV eintritt, wobei bei Antritt in einem besser bezahlten Job natürlich wieder die Möglichkeit zur Versicherung in der PKV besteht.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.