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PKV kritisiert Pläne zur Abschaffung der privaten Pflegeversicherung

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Steht die private Pflegeversicherung vor dem Aus? So weit muss man zu diesem Zeitpunkt sicherlich nicht gehen, wenngleich seitens der Linken sowie Bündis 90 / Die Grünen wieder einmal ein entsprechender Vorschlag unterbreitet wurde. Folgt man deren Argumentation, so soll die private Pflegeversicherung in das staatleriche Pendant überführt werden.

Bei Pfefferminzia wird die Diskussion dokumentiert und es findet sich auch die Replik des PKV-Verbands. Dieser vertritt die Auffassung, dass die derzeitigen Finanzierungsprobleme durch einen solchen Schritt nur verschärft würden. Der Antrag der Linken (19/7480) spricht davon, dass Menschen mit höherem Pflegerisiko in der sozialen Pflegeversicherung versichert seien, während in der privaten Pflegeversicherung Menschen mit geringerem Pflegerisiko und zudem höhere Rücklagen vorhanden seien.Bündnis 90 / Die Grünen wünscht sich in diesem Kontext eine Art „Pflege-Bürgerversicherung“ wie es im Antrag 19/8561 heißt.

Das Problem einer Vereinheitlichung wäre die Fortschreibung einer ungerechten Lastenverteilung zwischen den Generationen. Darüber hinaus würde der Wettbewerb im Bereich der Qualität weitgehend eliminiert, da nur noch ein Einheitssystem existierte. Folgt man Studien des Wissenschaftlichen Instituts der PKV, so existieren im sozialen Pflegesystem versteckte Schulden in Höhe von 435 Milliarden Euro. Dieser Betrag wurde schlichtweg nicht zurückgelegt um die Vorsorge jeder Generation für sich selbst zu gewährleisten, was in der PKV der Fall ist. Entsprechend steht ein Anstieg des Beitragssatzes auf bis zu 7,9 Prozent bevor.

Die Frage ist nun, ob die soziale Pflegeversicherung mehr oder weniger Kapitaldeckung benötigt und wie hoch der private Anteil an der Absicherung ausfallen sollte. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

 

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