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PKV: keine Tariferhöhungen wegen Corona

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Im Zuge von Corona ist es bislang zu keinerlei Tarifanpassungen seitens der Privaten Krankenversicherungen (PKV) gekommen. Das geht aus einer Kleinen Anfrage der FDP-Gesundheitsexpertin Christine Aschenberg-Dugnus an die Bundesregierung hervor. Zudem wird in der Antwort darauf hingewiesen, dass sich entsprechend Aufschläge auch nicht abzeichnen.

Das Versicherungsjournal schreibt über dieses Thema und damit auch über den Hinweis seitens des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV), der auf die vielen Tarif-Wechselmöglichkeiten aufgrund von Corona hinweist. Sofern die wirtschaftliche Situation problematisch wird, ermöglichen die meisten privaten Krankenversicherer einen vorübergehenden Wechsel in einen günstigeren Tarif.Hiermit geht die Garantie einher, dass die Versicherten „weitestgehend nachteilsfrei in ihren Ursprungstarif“  zurückkommen und auch Stundungen oder Ratenzahlung lassen sich vereinbaren. Mit anderen Worten haben die PKV die Problematik erkannt und zeigen sich durch und durch entgegenkommend. Des Weiteren existiert ohnehin ein Notlagentarif, mit dem zumindest akute gesundheitliche Probleme abgesichert werden.

Interessant ist im Kontext von Corona auch eine Meldung bei Versicherungswirtschaft heute. Es ist demnach keineswegs so, dass die Privaten Krankenversicherer Profiteure an Corona sind und durch die Angst vor Arztbesuchen Geld sparen. Der Branchenprimus Debeka veröffentlicht hierzu Zahlen für 2020:

Die Leistungsausgaben erhöhten sich im ersten Halbjahr um 3,1 Prozent auf 2,483 Milliarden Euro, wobei der Anstieg im ersten Quartal 81 Millionen Euro betrug und im Corona-geprägten zweiten Quartal ein leichter Rückgang um sieben Millionen Euro zu verzeichnen war.

Ein Rückgang war lediglich bei den zahnärztlichen Leistungen um 1,8 Prozent erkennbar, ansonsten sind die Ausgaben eher gestiegen. Ein Pluspunkt, den die Privaten vor allem vor dem Hintergrund der Pandemie bieten, sind Videosprechstunden.

Ob man unbedingt eine Bürgerversicherung wie beispielsweise in Großbritannien mit dem „National Health Service“ fordern sollte, erscheint angesichts der doch recht guten Corona-Bilanz in Deutschland sehr fraglich.

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