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PKV: kein gemeinsamer Tarif mit gesetzlichen Krankenkassen geplant

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Es ist nur eine kurze Meldung bzw. ein Hinweis, der zudem auch schon einige Tage zurückliegt. Auch, wenn Teile der SPD Glauben machen, dass im Rahmen des Koalitionsvertrags eine einheitliche Gebührenordnung für die Private Krankenversicherung (PKV) und die gesetzlichen Krankenkassen geschaffen werden soll, ist diese Aussage schlichtweg falsch.

Hierauf weist Dr. Volker Leienbach, Direktor des PKV -Verbands hin und verweist damit die entsprechenden Äußerungen sozialdemokratischer Politiker explizit in das Reich der „Legende„. Des Weiteren wird in der Ärzte Zeitung noch einmal auf die Hintergründe der geplanten wissenschaftlichen Kommission hingewiesen.

Dieser geht es darum, dass sowohl für den EBM (einheitlicher Bewertungsmaßstab bzw. das Vergütungssystem der vertragsärztlichen bzw. vertragspsychotherapeutischen Versorgung in Deutschland) als auch für die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) Vorschläge für eine Reform unterbreitet werden. Eine neue GOÄ steht derweil schon kurz vor der Fertigstellung und wurde bereits von den privaten Krankenversicherungen (PKV) gemeinsam mit der Ärzteschaft erarbeitet.

Der Bonner General-Anzeiger weist darauf hin, dass jeder Versuch, beide Honorarsysteme anzugleichen „keine einfache Aufgabe“ wäre. Hintergrund sind nicht nur die deutlich höheren Vergütungen für Privatpatienten, sondern auch die unterschiedlichen Abgrenzungen von Leistungen und verschiedene Abrechnungsmethoden.

Auch Aspekte wie die Mengensteuerung, wie sie in der gesetzlichen Krankenkasse üblich ist, entfallen in der PKV, wo die tatsächlich erbrachten ärztlichen Leistungen ohne Budgetierung oder Pauschalisierung beglichen wird. Ein Einklang (so er denn überhaupt angestrebt wird) scheint hier schwerlich herzustellen …

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