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PKV: Joint-Venture LM+ darf sein Leistungsspektrum erweitern

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Rückenwind für das PKV-Joint-Venture „LM+“. Das Bundeskartellamt erteilte die Erlaubnis für eine Erweiterung des Angebots. Konkret bedeutet dies, dass sich eine Einkaufsgemeinschaft formiert und fortan auch Leistungen aus den Bereichen Orthopädie und Palliativversorgung erbracht werden dürfen.

Details zu der Regelung verrät der Versicherungsbote. Indem Barmenia Krankenversicherung, Gothaer Krankenversicherung, Hallesche Krankenversicherung und Signal Iduna kooperieren, lassen sich erhebliche Einsparungen beim Einkauf erzielen. Dies erfolgt unter anderem durch gemeinsam geschlossene Verträge mit den Apotheken und Verbänden.

Damit nicht genug, denn LM+ möchte sich auch als Informationsquelle für Versicherte etablieren und plant bereits jetzt die Bereitstellung von Apps sowie so genannten E-Health-Lösungen.

Die Vorteile für die Versicherten bestehen nicht nur in ggf. geringeren Preisen, sondern auch in Maßnahmen wie dem Zweitmeinungsverfahren, mehr Informationen zu Vorsorgedokumenten oder auch eine verstärkte ambulante Behandlung für Patienten mit psychischen Erkrankungen.

Es ist zu erwarten, dass die jetzige Freigabe durch das Bundeskartellamt nur einen Zwischenschritt darstellt. LM+ ist offen für den Beitritt anderer PKV -Anbieter und dürfte auch in Zukunft sein Portfolio erweitern. Bedenkt man, dass die Marktmacht gesetzlicher Konkurrenten wie der Techniker Krankenkasse mit rund zehn Millionen Versicherten höher liegt als die Gesamtzahl der privat Versicherten in Deutschland, so macht diese Bündelung von Kräften auch Sinn.

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