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PKV: ist Tarifwechselberatung eine Maklertätigkeit?

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Ist die Tätigkeit eines Tarifwechselberaters mit denen eines Versicherungsmaklers in Einklang zu bringen? Diese Frage könnte bald vor Gericht entschieden werden, da sich das Unternehmen MLP und der Bund der Versicherten (BdV) nicht einig werden. Vorangegangen war eine Abmahnung.

In der ÄrzteZeitung wird die Auseinandersetzung dokumentiert. Der BdV hatte die MLP abgemahnt und darauf hingewiesen, dass die Tarifwechselberatung nicht mit dem Berufsbild eines Versicherungsmaklers vereinbar ist. Die MLP sieht das anders und bekommt in diesem Kontext Rückendeckung durch den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK).

Nach Angaben des BdV erfolgt die Tarifwechselberatung losgelöst von der Maklertätigkeit und ist daher nicht zulässig. Grund dafür ist, dass keine Geschäftsbeziehung im Sinne eines Maklers eingegangen wird und zudem keinerlei Provision von Seiten der Versicherungsunternehmen fließen. Im Gegenteil ist es so, dass bei einem Tarifwechsel der Kunde eine Rechnung erhält, da er dabei erheblich an Geld spart.

Aus diesem Grund verlangt der BdV die Zulassung als Versicherungsberater und geht davon aus, dass eine alleinige Tätigkeit als Versicherungsmakler nicht ausreicht. Die MLP hält dagegen, dass die Tarifberatung nur gegenüber Nicht-Kunden angeboten wird und die Servicepauschale zudem nur im Falle eines Erfolgs abgerechnet wird.

Sollten sich beide Parteien sich nicht einig werden, so müssen die Gerichte entscheiden. Wahlweise könnte natürlich auch die MLP eine Zulassung als Versicherungsberater beantragen.

 

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