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PKV: Ist der Beitragsentlastungstarif noch zeitgemäß?

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In der Privaten Krankenversicherung (PKV) wurden und werden seit einigen Jahren Beitragsentlastungstarife angeboten. Die Rechnung dahinter ist einfach: wer frühzeitig etwas mehr zahlt, spart im Alter bzw. trotz den zu erwartenden Beitragserhöhungen. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus raten Verbraucherschützer jedoch mittlerweile von entsprechenden Tarifen ab.

Procontra Online weist hieraus hin und wundert sich zudem darüber, dass seitens der PKV nur wenig Argumente zugunsten der Tarife präsentiert werden. Vielleicht liegt es daran, dass niedrige Zinsen nun einmal eine Tatsache darstellen, über die sich nicht hinwegsehen lässt. Die Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH) vergleicht die Tarife mit privaten Rentenversicherungen, die mittlerweile ebenfalls nicht mehr funktionieren.Ein weiteres Problem liegt in der Art und Weise, wie die Beitragsentlastungen aufgesetzt sind. Die Zulagen müssen auch noch im Rentenalter gezahlt werden und die zugrunde gelegte Lebenserwartung ist meist unrealistisch hoch. Die Verbraucherschützer raten entsprechend zu einem Tarifwechsel bzw. zu einer Beendigung der zusätzlichen Zahlungen.

Der Verband der Privaten Krankenversicherung weist darauf hin, dass der Entlastungstarif steuerlich abgesetzt werden kann und auch ein Arbeitgeberzuschuss möglich ist, sofern dieser noch nicht ausgeschöpft wurde. Ein direktes Gegenargument gegen die Empfehlungen der Verbraucherschützer wird allerdings nicht vorgebracht. Wie viele Beitragsentlastungstarife derzeit existieren ist ebenso wenig bekannt wie die Entwicklung des Neukundengeschäfts in diesem Bereich.

 

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