Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

PKV: immer mehr Rechnungsprüfungen

| Keine Kommentare

Es mag vordergründig mit einem steigenden Kostendruck im Gesundheitssystem zu tun haben. Grundsätzlich kommt die verstärkte Prüfung von Rechnungen durch die Privaten Krankenversicherer (PKV) jedoch auch den Versicherten zugute.

In der Ärzte Zeitung wird dieses Thema anläßlich einiger dokumentierter Auseinandersetzungen mit dem PKV- Ombudsmann dokumentiert. Gleich zu Beginn findet sich hier der Hinweis darauf, dass die Beschwerdequote „verschwindend gering“ ausfällt. In einem konkrete geschilderten Fall ging es um die Frage, ob ein Facharzt auch als Hausarzt anerkannt werden darf.

Das ist grundsätzlich möglich, doch müssen auch allgemeinmedizinische Leistungen erbracht werden. Zudem sieht die PKV bei einem Tarif mit Primärarztsystem ein Vertrauensverhältnis seit mindestens drei Jahren vor. Seitens des Ombudsmannes wurde festgestellt, dass die im vorgelegten Fall nachgewiesenen zweieinhalb Jahre Arztbindung bereits ausreichen und bewegte die PKV erfolgreich zur Kulanz.

Das Beispiel zeigt jedoch, dass die privaten Krankenversicherer genauer hinschauen. So hatten gemäß des Tätigkeitsberichts 2016 bei den Auseinandersetzungen die Themen medizinische Notwendigkeit einer Behandlung (21,8 Prozent) und Uneinigkeit über die Höhe der Gebühren (21,3 Prozent) klar die Nase vorn.

Neben der konsequenten Prüfung von eingereichten Rechnungen schreiben sowohl Zahnärzte als auch Ärzte immer wieder zu hoch angesetzte Rechnungen und sorgen somit dafür, dass eine Zahlung verweigert wird. Wohlgemerkt: es geht aber bundesweit nur um etwas mehr als 6.000 eingereichte Beschwerden, was gegenüber der Zahl an Krankenvoll-, Zusatz- und Pflegeversicherungen einem Anteil in Höhe von 1,4 Promille entspricht. Zudem waren nur 75,2 Prozent der Beschwerden überhaupt zulässig.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.