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PKV: Hausarztmodell mit Vorteilen

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Beim Nachdenken über einen Tarifwechsel innerhalb der Privaten Krankenversicherung (PKV) sollten auch Tarife mit Hausarztbindung bzw. Primärarztprinzip in die engere Auswahl gelangen. Eine Studie hat ergeben, dass sich durch den vorherigen Gang zum Allgemeinmediziner keineswegs Nachteile ergeben.

Im Blog der HC Consulting AG wird mit dem Vorurteil aufgeräumt, dass Hausärzte ein geringeres Wissen in die Waagschale werfen. Vielmehr ist es so, dass bei einer Untersuchung der Patient in seiner Ganzheit und Unvoreingenommen gesehen wird, was einige Vorteile mit sich bringen kann.

Eine Meta-Studie der Universität Manchester hat sich mit der Patientensicherheit auseinandergesetzt. Die Frage war dabei, welche Rolle der Hausarzt bei Behandlungsfehlern spielt, wenn es bis zur Tertiärversorgung kommt. Herausgekommen ist dabei, dass Hausärzte 80 Prozent der primären Arbeit leisten und ihnen lediglich drei Prozent Behandlungsfehler unterlaufen. In derselben Studie wird dokumentiert, dass zehn bis 15 Prozent der Kosten im Gesundheitssystem durch direkte Fehler in der Behandlung entstehen und diese eher den Fachärzten zuzuschreiben sind. Die gravierensten Fehler unterlaufen mit 34 Prozent auf der Intensivstation, dahinter kommen Fehler in der Medikation mit 25 Prozent und chirurgische Fehler mit 23 Prozent.

Insgesamt liegt die Fehlerquote laut der Metaanalyse, die 70 Studien weltweit mit 337.025 Patienten im Zeitraum Januar 2000 bis Januar 2019 zusammenfasst, bei rund fünf Prozent.

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