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PKV: Hamburg und die Revolution der Beihilfe

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Vielerorts ist bereits von einer „Revolution“ die Rede. In der Tat lässt sich der Schritt des Hamburger Senats als bahnbrechend bezeichnen. Als erster Bundesland erleichtert die Freie und Hansestadt ihren Beamten einen Eintritt in die gesetzliche Krankenkasse. Die Beihilfe kann ab Sommer des kommenden Jahres auch bei freiwillig gesetzlicher Versicherung beantragt werden und nicht mehr nur in Kombination mit einer PKV.

Die Hamburger Morgenpost spricht in diesem Kontext stellvertretend für viele andere Publikationen von der „Krankenkassen-Revolution“ und der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz ist der Auffassung, dass seine Stadt „Sozialgeschichte“ schreibe. Die Opposition der CDU spricht hingegen von einer Art trojanischem Pferd und sieht die schleichende Einführung einer Einheitsversicherung.

Tatsächlich wird die Situation in Hamburg gerne in die Diskussion um die EInführung einer Bürgerversicherung eingebracht. Zwar gilt die Regelung nicht für langjährige Beamte, sondern nur für den Neuabschluss von Versicherungen, doch könnte dies in der Tat dazu führen, dass der Privaten Krankenversicherung (PKV) wennauch schleichend die Mitgliederbasis  entzogen wird.

Anderenorts wird vermutet, dass man in Hamburg ein Statement abgibt, um direkt einen Trumpf in den eventuell anstehenden Koalitionsverhandlungen in den Händen zu halten. Schließlich ist Olaf Scholz auch stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD und damit maßgeblich in die Gespräche involviert. Man darf nun gespannt sein, ob andere SPD-regierte Länder folgen und ob und wie das neue Hamburger Modell angenommen wird.

 

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