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PKV: GOÄ oftmals Anlass für Beschwerden

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Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) gibt immer wieder Anlass für Beschwerden. Das gab der Ombudsmann für die Private Krankenversicherung (PKV) bekannt und weist darauf hin, dass jede fünfte Beschwerde damit zusammenhängt, dass eine PKV eine Arztrechnung nicht in vollem Umfang bezahlen möchte.

Die Ärzte Zeitung widmet sich diesem Thema und vermeidet bewusst eine Vorverurteilung der PKV -Branche. Stattdessen scheint das Problem vor allem dann aufzutreten, wenn es um die Auslegung von Analogien geht.

Auch der Ombudsmann ist in diesem Kontext der Auffassung, dass eine Novelle der GOÄ für Abhilfe sorgen würde, doch sind die Verhandlungen in diesem Bereich noch lange nicht unterschriftsreif. Entsprechend steht zu befürchten, dass auch in Zukunft zahlreiche Fälle vor dem Ombudsmann landen und Gegenstand kontroverser Verhandlungen sind.

Gegenüber dem Jahr 2015 stieg die Zahl der Gebührenstreitigkeiten um 0,5 Prozentpunkte, wobei dieser Bereich mittlerweile bei 19,9 Prozent liegt. In der „Pole Position“ liegt nachwievor die medizinische Notwendigkeit mit 22,4 Prozent. Ebenfalls beschwerten sich PKV -Versicherte über Themen wie die Erstattung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln (13,4 Prozent) und die Auslegung des Versicherungsvertrags (13,2 Prozent).

Bedenkt man jedoch, dass die Beschwerdequote unter den 43 Millionen Verträgen mit 0,013 Prozent bzw. 5.770 Schlichtungsanfragen überaus niedrig ausfällt, gibt es keinen Grund zur Besorgnis. Hinzu kommt, dass von den Beschwerden auch nur runde 70 Prozent zulässig waren.

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