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PKV: Gesundheits-Apps bald integraler Bestandteil?

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Das Thema Gesundheits-Apps geistert derzeit durch die Berichterstattung über die Private Krankenversicherung (PKV). Manche Experten gehen davon aus, dass es sich hierbei keineswegs um einen modischen Trend, sondern – in bestimmten Bereichen – um die Zukunft handelt.

In einem Artikel bei Cash Online wird auf die Ambivalenz des Themas verwiesen. So sind Begriffe wie „Gesundheits-App“ und „Fitness-App“ nicht klar definiert und werden in der Praxis sehr unterschiedlich interpretiert. Entsprechend existieren auch noch keine Qualitätsstandards – weder in puncto Datenschutz noch hinsichtlich der funktionalen Vorteile für die Versicherten.

Andererseits existieren bereits jetzt Lösungen, die einen nachgewiesenen medizinischen Mehrwert bieten und die ersten Ärzte fangen an, die Nutzung von Apps im Rahmen von Rezepten zu verordnen. Die Frage nach dem medizinischen Sinn stellt sich natürlich auch bei der Kostenübernahme durch eine PKV. Wenn es sich um ein Medizinprodukt handelt, das der Genesung oder Prävention dient, so dürfte dem künftig nichts im Wege stehen.

Seitens der meisten privaten Krankenversicherer existiert noch keine einheitliche Vorgehensweise. Das Thema ist schlichtweg zu jung, um ad infinitum durchdacht worden zu sein und so existieren einerseits Ansätze, um Tarife dank App-Überwachung günstiger zu gestalten, andererseits jedoch auch Apps, die schlichtweg ignoriert werden.

Der Verfasser des zitierten Artikels schlägt Zertifizierungen und hohe Hürden vor und setzt vor allem auf die Medizingerätezertifizierung. Sofern diese gegeben ist, ließen sich die via App gewonnenen Werte beispielsweise mit denen eines Blutdruck- und Blutzuckermessgeräts synchronisieren.

Bis eine App standardmäßig verschrieben wird, könnte es noch eine Weile dauern. Die PKV sollte jedoch besser agieren als reagieren und sich bereits jetzt mit den garantiert aufkommenden Fragestellungen auseinandersetzen.

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