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PKV: gesetzliche Krankenkassen mit deutlichem Minus

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Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland haben Verluste gemacht. Folgt man Doris Pfeiffer, Vorstandschefin des Verbands der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), so liegt das Defizit bei mehr als einer Milliarde Euro. Die Folge könnten Beitragserhöhungen sein.

Berichtet wird hierüber im Spiegel und dort findet sich auch der Satz über eine „„alarmierende“ Entwicklung. Das ist umso erstaunlicher, als die Krankenkassen im vergangenen Jahr Rekordeinnahmen verbuchen konnten und nach Ansicht vieler PolitikerInnen die deutlich stabilere und bessere Alternative zu den Privaten Krankenversicherungen (PKV) darstellen.Wie — so ließe sich nicht ohne Polemik — nachfragen, kann dann sein, dass das viel gepriesene gesetzliche System Verluste einfährt und ohnehin im Schnitt höhere Beitragssteigerungen produziert, während in der PKV enorme Rücklagen existieren und offenbar solide gewirtschaftet wird?

Seitens des Vorstands der gesetzlichen Krankenkasse wird in diesem Kontext auf das Terminservicegesetz und das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz hingewiesen, die für Mehrausgaben in Höhe von fünf Milliarden Euro sorgen. Die Folge werden höhere Beiträge ab 2021 sein.

Betriebsmittel und Rücklagen der Krankenkassen belaufen sich nach offiziellen Angaben (Bundesgesundheitsministerium) Ende 2018 auf 21 Milliarden Euro. In der PKV sind es 255 Milliarden Euro. Dort sind weniger als neun Millionen Menschen versichert, in den gesetzlichen Krankenversicherungen sind es mehr als 70 Millionen.

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