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PKV: Gesetzliche Krankenkassen gegen Bürgerversicherung

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In der Debatte um die Einführung einer Bürgerversicherung hat nun auch der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen Stellung bezogen. Nach Ansicht der GKV dürfen die „offensichtlichen Probleme“ der Privaten Krankenversicherung (PKV) nicht auf dem Rücken der Beitragszahler in die gesetzlichen Krankenkassen ausgetragen werden.

So berichtet es die Deutsche Apotheker Zeitung und schreibt darüber, dass seitens der Politik derzeit Pläne kursieren, nach denen im Rahmen einer Bürgerversicherung Arzthonorare an die PKV angeglichen werden sollen, was faktisch zu Lasten der gesetzlich Versicherten ginge. Des Weiteren wehrt sich die GKV gegen individuelle Wechseloptionen für Beamte, die bislang in der PKV sind.

Auch seitens der Techniker Krankenkasse (TK) wird vor Aktionismus gewarnt und auf die Notwendigkeit einer sorgfältigen Planung hingewiesen. Dennoch ist man hier der Ansicht, dass ein einheitlicher Versicherungsmarkt unumgänglich ist.

Im Handelsblatt war hierzu bereits vor rund einem Monat zu vernehmen, dass seitens der SPD ein Bürgerversicherungstarif gefordert wird, der auch von der PKV angeboten wird. Es ist allerdings so, dass die CDU sich mittlerweile noch deutlicher zugunsten der PKV positioniert als dies noch vor acht Jahren der Fall war. Hier hält man die Pläne zu einer Bürgerversicherung für hochriskant.

Einen guten Überblick über den derzeitigen Stand der Diskussion liefert Versicherungswirtschaft heute. Dort ist angesichts der vielen Klischees und Polemik sogar von „grotesken Zügen“ die Rede. Man darf nur gespannt sein, zu welchem Ergebnis die Koalitionsverhandlungen bei diesem Thema kommen.

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