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PKV: Generali verzichtet (erst einmal) auf Vitality-Tarif

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Ist die Idee eines gesundheitsabhängigen PKV-Tarifs bereits gescheitert, bevor erste Produkte auf dem Markt erscheinen? Die Antwort könnte in der Tat „Ja“ lauten, denn zumindest die Generali hat nun Abstand vom „Vitality-Tarif“ genommen und kündigt an, auf absehbare Zeit keinen verhaltensbasierten Tarif auf den Markt zu bringen.

Dabei erschien die Idee zumindest aus betriebswirtschaftlicher Perspektive nachvollziehbar. Wie die Ärzte Zeitung berichtet, ging es um einen Tarif, der bereis seit 2016 in Südafrika gang und gäbe ist und das gesundheitliche Wohlverhalten von Versicherten prämiert. Anders formuliert, erhalten diejenigen Versicherten Rabatte, die sich gesundheitsbewusst verhalten, während „Raucher und Trinker“ den vollen Preis bezahlen.Das Problem, dass die Generali derzeit sieht, liegt unter anderem in der mangelnden Datenbasis für die Kalkulation eines entsprechenden Tarifs. Des Weiteren war der Gedanke in die Kritik geraten und stand unter dem Vorwurf einer „Risikoselektion„. Auf Dauer wären vor allem gesunde Versicherte in den „Vitality-Tarif“ gewechselt und hätten mitte- und langfristig für steigende Prämien in anderen Tarifen gesorgt.

Des Weiteren lässt sich die Gesundheit eines Menschen möglicherweise nicht über Fitnesstracker und andere technische Gadgets nachmessen, sondern ist deutlich komplexer, als dies Zahlen wiedergeben. Dennoch möchte die Generali (wie sicher auch andere PKV -Anbieter) den Vitality-Aspekt in die Versicherungen integrieren. In Spanien und auch in Deutschland scheint durchaus Nachfrage zu bestehen, weshalb es jetzt eher um das „Wie?“ und nicht um das „Ob?“ geht.

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