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PKV: erste digitale Anbieter drängen auf den Markt

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Sieht so die Revolution auf dem Markt der privaten Krankenversicherer (PKV) aus? Schwer zu glauben, denn der rein digitale private Krankenversicherer, der Anfang 2017 in Deutschland an den Start gehen soll, scheint außer dem Preis nur wenig Mehrwert zu bieten.

Die Ärzte Zeitung berichtet über diese besondere Form des Direkversicherers, der in erster Linie über eine Smartphone App kommunizieren soll. In den USA existiert bereits ein vergleichbarer Service mit Namen „Oscar“, an dem unter anderem Google beteiligt ist.

Dem Vernehmen nach, plant das neue Unternehmen sowohl die Vollversicherung als auch die Pflegeversicherung ins Visier zu nehmen. Darüber hinaus soll nicht nur in Deutschland, sondern auch in den anderen europäischen Märkten Präsenz gezeigt werden.

Gleich zu Beginn müssen trotz geringer Zinsen auf dem Kapitalmarkt ausreichend Rechnungszinsen erwirtschaftet werden, um die Altersrückstellungen für die Versicherten aufzubringen. Zwar dürften die Vertriebs- und Verwaltungskosten deutlich geringer ausfallen als bei den etablierten Unternehmen, doch auf der anderen Seite fehlt die Erfahrung und Stabilität, die die „Big Player“ der Branche ausmacht.

Des Weiteren ist bereits zum jetzigen Zeitpunkt von einer ausgefeilten Risikoselektion die Rede, womit die Policen ggf. zu einem recht exklusiven Vergnügen für junge und leistungsfähige Personen werden könnten. Wie sich dann die Prämien entwickeln, wenn die Zielgruppe älter und kränker wird, steht in den Sternen.

Unter dem Strich dürfte ein rein digitaler Anbieter eher für Nischen geeignet sein und vorerst keine Gefahr für die etablierten PKV -Unternehmen darstellen.

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