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PKV: erneut Diskussion um die Bürgerversicherung

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0,8 Prozent. Das ist die Zahl derjenigen, die als PKV -Versicherte in den Sozialtarifen (Basis- und Standardtarif) versichert sind. Nach Ansicht der Partei „Die Grünen“ Grund genug, um auch noch die übrigen 99,2 Prozent kurzerhand in eine neu zu schaffende Bürgerversicherung „umzusiedeln“.

Das Thema wird wieder einmal in Handelsblatt und anderen Zeitungen diskutiert. Anlass ist die Kleine Anfrage der Grünen im Deutschen Bundestag, nach der die Zahl der PKV -Kunden im Standard- sowie im Basistarif in den letzten zehn Jahren deutlich angestiegen ist. In absoluten Zahlen ausgedrückt, geht es jedoch um 45.800 Personen (Standardtarif) und 29.400 Personen (Basistarif).

Hinzu kommt, dass viele Menschen wieder aus dem Tarif herauskommen, wenn es ihnen finanziell besser geht. Zudem entsprechen die Leistungen denen der – mancherorts gepriesenen – gesetzlichen Krankenversicherung.

Im Durchschnitt schlägt der Standardtarif mit monatlich 280 Euro zu Buche, von denen 140 Euro durch einen Zuschuss der Rentenversicherung abgedeckt werden können. Der Basistarif bietet wiederum Menschen eine Krankenversicherung, die zuvor auch nicht gesetzlich versichert waren. Angesichts dieser Situation wieder einmal eine Abschaffung der PKV zu fordern, erscheint zumindest seltsam.

Viele Zeitungen greifen die Stimmung jedoch auf und titeln mit Sätzen wie „PKV-Beiträge werden zu teuer für Ältere“ (Frankfurter Rundschau) oder auch „PKV: Preis vor Leistung“ (dpa via Apotheke Adhoc). Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ….

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