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PKV: Erleichterungen bei den Aufnahmebedingungen

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Es ist ein gängiges Klischee, dass lediglich junge, gesunde Versicherte in die PKV aufgenommen werden. Mittlerweile haben jedoch eine Reihe von Privaten Krankenversicherungen eine Aufnahmegarantie eingeführt und zeigen sich damit ebenso offen wie die gesetzlichen Krankenversicherungen.

Wie Geld.de in seinem Weblog berichtet, erhalten versicherungsfrei gewordene Arbeitnehmer bei verschiedenen Versicherungsunternehmen die Chance, ohne Leistungsausschlüsse und zu Risikozuschlägen von maximal 30 Prozent in die PKV zu wechseln.

Vorbild ist dabei die so genannte „Beamtenöffnung“, durch die Beamte seit 1987 auch im Falle von Vorerkrankungen problemlos versichert werden. Den Anfang haben die Debeka und die Signal-Iduna gemacht. Erstere weist darauf hin, dass es sich immer nur um ein freiwilliges Angebot handeln kann, da diesbezügliche Absprachen aus kartellrechtlichen Gründen verboten wären.

Dennoch ist vorstellbar, dass nach und nach auch die anderen Privaten Krankenversicherungen nachziehen und ihre Tarife auch für chronische Kranke öffnen. Hinzu kommt, dass sich seit der Einführung der Unisex-Tarife auch der Leistungskatalog der PKV merklich erweitert hat und auch in den Bereichen Psychotherapie und der Übernahme von Hilfsmitteln längst auf Augenhöhe mit den gesetzlichen Krankenkassen aus.

Die kommt übrigens bei Test.de in punkto Aufnahmegarantie nicht immer so gut weg. Hier gelten für die Aufnahme Schwerbehinderter trotz eines eigentlich eingeräumten Sonderrechts Altersbegrenzungen, die teilweise bereits bei 35 Jahren angesetzt werden. Die Mär von einer „Rosinenpickerei“ bei der PKV lässt sich somit schwerlich aufrecht erhalten.

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